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Löhne auf dem Bau überdurchschnittlich gut – Tarifforderung im Kontext von Corona unverhältnismäßig

Die wirtschaftliche Lage wird zunehmend unsicherer. Inzwischen zeigen die Zahlen im Baugewerbe, dass die Branche im Herbst Einbußen zu befürchten hat. Trotzdem bleiben die Forderungen der IG Bauen-Agrar-Umwelt bestehen: 6,8 Prozent mehr Lohn und eine allgemeinverbindliche Wegezeitvergütung. Doch belegt die Baubranche im Vergleich zu den meisten anderen Gewerbezweigen schon jetzt eine Spitzenposition mit ihrer Bezahlung.

 

Niedersächsisches Baugewerbe - Auftragseingänge brechen im Mai ein

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise erreichen das niedersächsische Baugewerbe. Nach Angaben des Landesamtes für Statistik Niedersachsen gingen die Auftragseingänge im Baugewerbe im Mai 2020 um 19,7 Prozent gegenüber dem Vormonat zurück und erreichte noch ein Volumen von 843,3 Millionen Euro. Dagegen stieg der baugewerbliche Umsatz im Mai 2020 noch einmal leicht um 0,5 Prozent gegenüber April 2020 an. Danach haben die Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten im niedersächsischen Baugewerbe im Mai 2020 einen Umsatz von gut 905,7 Millionen Euro erwirtschaftet, was in etwa dem Vorjahresniveau entspricht. Der Umsatz betrug in den ersten fünf Monaten des Jahres kumulativ ca. 3,9 Milliarden Euro (+ 9,3 Prozent).

 

Baugewerbe: Sei schlau, geh zum Bau! Ausbildungsvergütung am Bau nimmt Spitzenplatz ein

Die Bauwirtschaft ist ein attraktiver Arbeitgeber. „Zwar bleiben einige Ausbildungsplätze unbesetzt, jedoch liegt dies nicht an den schlechten Arbeitsbedingungen auf dem Bau", beschreibt Matthias Wächter, Hauptgeschäftsführer des Baugewerbe-Verbandes Niedersachsen (BVN), die aktuelle Ausbildungslage im Baugewerbe. Die Ausbildungszahlen der Branche in Niedersachsen wachsen seit 2016 jährlich um circa 5 Prozent. Dass viele Ausbildungsplätze bisher unbesetzt geblieben sind, liegt daran, dass zahlreiche Verträge erst im August oder September abgeschlossen werden.

 

Keine groben Verstöße gegen Corona-Maßnahmen auf Baustellen in Niedersachsen

„Die Bauunternehmen in Niedersachsen haben von Beginn der Corona-Pandemie mit dem größtmöglichen Maß an Verantwortungsbewusstsein gehandelt und die Gesundheit ihrer Beschäftigten an die erste Stelle gestellt. Das Selbstverständnis der größtenteils inhabergeführten Familienunternehmen des Baugewerbes bedingt, dass sich diese mit aller Kraft der weiteren Verbreitung des Coronavirus entgegenstellen und für die Einhaltung der erforderlichen Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen eintreten", erklärte der Hauptgeschäftsführer des Baugewerbe-Verbandes Niedersachsen Matthias Wächter.

 

Baugewerbe: fehlendes Personal in Bauverwaltungen bedroht Bautätigkeit

Bisher wirkt sich die Corona-Krise nur vereinzelt auf die Bauwirtschaft aus und die meisten Bauvorhaben können fortgeführt werden. Damit ist das Baugewerbe weiterhin und vor allem perspektivisch eine zuverlässige Stütze für die Wirtschaft. „Wir sind optimistisch, dass wir auch in der Zukunft eine Schlüsselbranche in unserem Land sein werden. Deswegen ist es wichtig, dass die Bauverwaltungen weiterhin gut aufgestellt sind und nicht zu einem Nadelöhr für die Bautätigkeit werden", erklärt Christian Staub, Präsident des Baugewerbe-Verbandes Niedersachsen (BVN).

 

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