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AKTUELL | Fachgruppen mitteilungen

Verleihung Holzbaupreis Niedersachsen 2022

Die Niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Barbara Otte-Kinast zeichnete am 2. November 2022 zusammen mit Robert Marlow, Präsident der Architektenkammer Niedersachsen, die Gewinnerinnen und Gewinner des „Holzbaupreises Niedersachsen 2022“ aus.

 

Der Holzbaupreis Niedersachsen wurde bereits zum vierten Mal durch den Landesmarketingfonds Holz, den Landesbeirat Holz und darüber auch den Verband Niedersächsischer Zimmermeister im Baugewerbe-Verband Niedersachsen vergeben. „Die eingereichten Projekte geben Denkanstöße für eine klimafreundliche Baukultur und einen nachhaltigen Bausektor“, so Ministerin Otte-Kinast, die die Schirmherrschaft dieses Wettbewerbes bereits zum dritten Mal übernahm, in ihrer Laudatio. Die hohe gestalterische und holzbautechnische Qualität spreche für sich. „Aber auch Energieeffizienz, Wirtschaftlichkeit in Betrieb und Unterhalt sowie die Recyclingfähigkeit flossen in die Bewertung der Jury ein.“

 

Die Verleihung fand im Alten Rathaus Hannover mit rund achtzig Gästen statt. Aus dem bundesweiten Gebiet verfolgten auch Zuschauerinnen und Zuschauer außerhalb Niedersachsens die Veranstaltung, die live aus dem Festsaal übertragen wurde. Der Präsident der Architektenkammer Niedersachsens Robert Marlow stellte die Holzbauprojekte sowie die Jury-Ergebnisse individuell vor.

 

Der mit 5.000 Euro dotierte 1. Preis ging in diesem Jahr an die Integrierte Gesamtschule Rinteln. Der Vorzeigebau im Landkreis Schaumburg ist die größte Schule Niedersachsens in Holzbauweise und fällt bereits durch den 112 Meter langen Eingangsbereich auf. Die rationelle Fertigung fördert die Stärken des modernen Holzbaus und sorgt für verkürzte Bauzeit. Innen mit Wänden aus Brettsperrholz und Holz-Beton-Verbunddecken, außen Holzrahmenfassaden mit heimischer Lärchenholzbekleidung, alles demontierbar und dazu noch ein zukunftsweisendes Energiekonzept mit Biogas und Photovoltaik, eine rundum beispielhafte Lösung!

 

Der 2. Preis ging an den Neubau einer Großtagespflegestelle in Oldenburg. Diese bietet den Mitarbeitenden der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg die Möglichkeit der Kinderbetreuung während der Arbeits- und Ferienzeit. Mit der Großtagespflegestelle gewinnt die Universität ein nachhaltiges, energieeffizientes Gebäude, das flexibel in seiner Nutzung ist.

 

Mit dem 3. Preis wurde das Hitzacker Dorf prämiert. In partizipativer Zusammenarbeit entsteht bei Hitzacker ein neues Dorf für rund 300 Menschen und entwickelt neue Formen des gemeinsamen Wohnens, Arbeitens und Lebens auf dem Land.

 

Neben den ersten drei Preisen vergab die Jury beim diesjährigen Wettbewerb den Sonderpreis Baukultur an einen Mutterkuhstall in Clausthal-Zellerfeld. Der dem Tierwohl dienende Freilaufstall wurde aus vom Borkenkäfer befallener, 150 Jahre alter Harzer Fichte gebaut. Die Bäume wurden vom Bauherrn selbst geerntet, von Hand geschält und vor Ort eingeschnitten. Mit der regionalen Holznutzung und der individuellen Planung konnte ein besonders nachhaltiges und gleichzeitig architektonisch anspruchsvolles, landwirtschaftliches Gebäude entstehen, was die Holzbaukultur im modernen Kontext interpretiert.

 

Zum Holzbaupreis Niedersachsen:

Der Wettbewerb „Holzbaupreis Niedersachsen“ wird vom Landesbeirat Holz e.V. und dem Landesmarketingfonds Holz des 3N Kompetenzzentrums Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe und Bioökonomie e.V. in zweijährigem Turnus seit 2016 ausgerichtet. Er zeichnet Gebäude aus, die überwiegend aus Holz und Holzwerkstoffen sowie weiteren nachwachsenden Rohstoffen bestehen und im Sinne von Klimaschutz und Nachhaltigkeit ökologische und ressourcensparende Aspekte besonders berücksichtigen. Kooperationspartner sind die Architektenkammer Niedersachsen, die Ingenieurkammer Niedersachsen, das Forschungsnetzwerk NHN e.V. sowie der Informationsdienst Holz.

Rundschreiben

VNZ 2 / Dezember 2022
VNZ-Rundschreiben Nr. 2 / Dezember 2022
VNZ 1 / Juni 2022
VNZ-Rundschreiben Nr. 1 / Juni 2022
VNZ 3 / Dezember 2021
VNZ-Rundschreiben Nr. 3 / Dezember 2021

Über diese Fachgruppe

Der Verband Niedersächsischer Zimmermeister im BVN vertritt die Belange von rund 400 Betrieben der Sparte Zimmerei und Ingenieurholzbau sowie Fertigteilbau in Holz. Die Branche beschäftigt landesweit rund 8.700 Personen und bietet in Niedersachsen rund 950 jungen Menschen eine solide und zugleich zukunftssichere Ausbildung an. Das Zimmererhandwerk in Niedersachsen stellt die stärkste Säule im Holzbau dar. Mehr als 93 Prozent der Unternehmungen und 94 Prozent der Beschäftigten gehören zum Handwerk. Das Zimmererhandwerk gehört zu den konstruktiven Berufen, d. h. es errichtet neben dem Maurer- und Stahlbetonbauerhandwerk komplette Bauwerke. Die Holzbaubetriebe verarbeiten vornehmlich den nachwachsenden ökologischen und umweltfreundlichen Baustoff Holz sowie darüber hinaus eine Fülle neuer Baustoffe und Bauteile.

Das Zimmererhandwerk beschränkt sich traditionsgemäß nicht nur auf die allgemeinbekannten Dachkonstruktionen, sondern hat ein breitgefächertes Arbeitsgebiet wie:

  • allgemeiner Holzbau,
  • Holzfertigbau,
  • Hausbau,
  • Zweckbau,
  • Ingenieurholzbau,
  • Treppen- und Geländerbau,
  • Akustik- und Trockenbau,
  • Ausbau,
  • Modernisierung und Bauwerkserhaltung,
  • Denkmalpflege

Das Zimmererhandwerk versteht sich als Umweltschutzhandwerk sowie als Anbieter kompletter Leistungen. Dazu gehört auch der Dachausbau, das Einbauen von Bauteilen aller Art, wie Fertiggauben, Dachfenstern, Dachflächenfenstern, Lichtkuppeln und Lichtbändern sowie die Herstellung und Aufstellung von Arbeits- und Schutzgerüsten, Einfriedungen, Absperrungen, Abfangungen und Absteifungen.

Zu den Aufgaben des VNZ zählen u. a. die fachliche Betreuung und Förderung der Betriebe, die Mitwirkung in der Normung auf nationaler und europäischer Ebene, die Unterstützung von Forschung und Lehre, die Entwicklung, die Gütesicherung, die Mitwirkung im fachlichen Prüfungswesen, die Durchführung von Fachausstellungen und fachtechnischen Wettbewerben, die Förderung des Fachschrifttums und der Fachpresse und die Förderung der fachlichen Baukultur, um nur einige wichtige Aufgaben zu nennen.

Als dem VNZ angehöriger Betrieb leisten Sie einen weiteren Beitrag dazu, den Holzbau in Niedersachsen aber auch bundesweit voranzutreiben. Darüber hinaus partizipieren Sie an exklusiven Leistungen wie z. B. dem im Rahmen einer Mitgliedschaft kostenfreien Zugang zur Infoline von Holzbau Deutschland. Zugriff auf die dort u. a. verfügbaren Fachregeln des Zimmererhandwerks sowie die Schriftenreihe „Technik im Holzbau" haben nur die Innungsbetriebe innerhalb der Verbandsorganisation, die den zusätzlichen Beitrag zum VNZ- und darüber auch zum BDZ-Haushalt leisten. Über Merkblätter informieren wir unsere Betriebe regelmäßig kurz und knapp zu aktuellen Neuerscheinungen und Änderungen in der Normung, in Gesetzen oder anderen technischen Schriften. Der jährlich angebotene Verbandstag ermöglicht den kollegialen und zu gleich überregionalen Austausch und informiert über ausgewählte Fachreferate zu aktuellen Themen aus dem Betriebsalltag.

Nutzen Sie deshalb Ihre Chance und schließen auch Sie sich dem Verband Niedersächsischer Zimmermeister im Baugewerbe-Verband Niedersachsen an.

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