Baukonjunktur

Konjunkturumfrage Frühjahr 2026

Zwischen Auftragslücke und Preisschock: Bauunternehmen bleiben unter Druck

Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) und seine Mitgliedsverbände haben im Zeitraum März/April 2026 die Frühjahrskonjunkturumfrage durchgeführt. Aus den Reihen des Baugewerbe-Verbandes Niedersachsen (BVN) beteiligten sich 288 Unternehmen an der Umfrage und ermöglichen darüber eine solide Datengrundlage. Für die Teilnahme sowie die ergänzenden Rückmeldungen aus der betrieblichen Praxis bedanken wir uns herzlich.

Die Ergebnisse zeigen ein ambivalentes Bild: Gegenüber der Herbstumfrage 2025 (373! Rückmeldungen) gibt es einzelne stabilisierende Signale, insbesondere bei den Auftragsbeständen. Von einer echten Trendwende kann jedoch weiterhin keine Rede sein. Die Geschäftslage bleibt angespannt, der Blick auf die kommenden Monate fällt vorsichtiger aus als noch im Herbst, und der Kostendruck hat sich massiv verschärft. Gerade letzterer Befund ist vor dem Erhebungszeitraum März/April 2026 einzuordnen: Die Rückmeldungen fielen in eine Phase erheblicher geopolitischer Verunsicherung im mittleren Osten und damit verbundener Sorgen vor weiteren Energiepreisimpulsen. Diese Unsicherheit spiegelt sich besonders deutlich in den Erwartungen zu Einkaufspreisen und Verkaufspreisen wider.

 

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