IT-Sicherheit : Betrüger manipulieren Suchergebnisse
Das sogenannte SEO-Poisoning nimmt zu: Kriminelle manipulieren Suchergebnisse bei Google, Bing und anderen Suchmaschinen, damit gefälschte oder schädliche Webseiten möglichst weit oben erscheinen. Viele Nutzer vertrauen auf die ersten Treffer – und landen so auf täuschend echt nachgebauten Seiten.
Die Folgen können erheblich sein: Betrüger lesen Zugangsdaten aus, installieren unbemerkt Schadsoftware oder verursachen finanzielle Schäden. Besonders groß ist das Risiko beim Online-Banking und bei anderen Bezahlverfahren. Cyberkriminelle erstellen dafür gefälschte Login-Seiten, die bekannten Banken oder Finanzdienstleistern stark ähneln. Oft unterscheiden sich nur kleine Details in der Internetadresse von der echten Seite.
So kann aus einer echten Adresse wie www.berliner-volksbank.de schnell eine täuschend ähnliche Fälschung werden, etwa mit einem zusätzlichen Buchstaben, einer leicht veränderten Schreibweise oder einer anderen Anordnung der Wörter (Beispiel www.berliner-volksbanken.de oder www.volksbank-berlin.de).
Die Betrüger optimieren ihre Seiten gezielt für häufige Suchanfragen wie „Bank Login“, „Sparkasse“ oder bestimmte Online-Banking-Dienste. Dadurch erscheinen die Fake-Seiten weit oben in den Suchergebnissen und werden besonders häufig angeklickt. Teilweise locken die Seiten auch mit vermeintlich attraktiven Angeboten oder fordern zur Installation von Anwendungen auf, hinter denen sich Schadsoftware verbergen kann.
So schützen Sie sich:
Prüfen Sie Internetadressen sorgfältig auf Tippfehler oder ungewöhnliche Schreibweisen. Rufen Sie sensible Seiten wie die Ihrer Bank möglichst direkt über die Browserzeile oder gespeicherte Favoriten auf – nicht über eine Suchmaschine. Seien Sie misstrauisch, wenn eine Webseite Downloads oder Installationen verlangt, und beachten Sie Warnhinweise Ihres Browsers.