Rentenversicherung: Deutlicher Beitragssatzanstieg im Jahr 2028 erwartet
Nach aktuellen Berechnungen der Deutschen Rentenversicherung Bund ist im Jahr 2028 mit einem deutlichen Anstieg des Beitragssatzes zur gesetzlichen Rentenversicherung zu rechnen.
Der derzeitige Satz von 18,6 Prozent dürfte dann auf 19,8 Prozent steigen. Dies geht aus den Unterlagen hervor, die dem Vorstand der Deutschen Rentenversicherung Bund in seiner Sitzung am 12. März 2026 vorgelegt wurden.
Hintergrund dieser Entwicklung ist die absehbare Schwächung der Nachhaltigkeitsrücklage, also der finanziellen Reserve, mit der kurzfristige Schwankungen zwischen Einnahmen und Ausgaben ausgeglichen werden. Die Rentenausgaben wachsen seit Jahren schneller als die Beitragseinnahmen – unter anderem aufgrund der demografischen Entwicklung und steigender Rentenzugänge.
Die Rücklage wird nach den aktuellen Projektionen im Jahr 2028 voraussichtlich die gesetzliche Mindestgrenze von 0,2 Monatsausgaben (künftig 0,3) unterschreiten. In diesem Fall ist der Gesetzgeber verpflichtet, den Beitragssatz so festzusetzen, dass die Mindestreserve im Folgejahr wieder erreicht wird. Die Modellrechnungen der Rentenversicherung ergeben hierfür einen notwendigen Beitragssatz von 19,8 Prozent.
Auch für die Jahre nach 2028 wird mit weiteren Anhebungen gerechnet. Bereits um das Jahr 2030 dürfte der Beitragssatz nach derzeitigen Vorausberechnungen die Marke von 20 Prozent überschreiten.