Allensbach-Studie: „Aktuelle Lage der Bauwirtschaft aus Sicht der Bevölkerung“

B l i c k a u f d i e B r a n c h e
Eine jüngst durchgeführte Umfrage zur aktuellen Situation der Bauwirtschaft sieht hohe Investitionsbedarfe beim Wohnungsbau und der Infrastruktur. Die befragte Bevölkerung sieht in der Baubranche eine große Bedeutung, beurteilt die derzeitige Lage allerdings skeptisch.

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (BDI) und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) haben gemeinsam beim Institut für Demoskopie Allensbach die Studie „Die aktuelle Lage der Bauwirtschaft aus Sicht der Bevölkerung“ beauftragt. Die Fragen – der gegenüber der deutschen Bevölkerung ab 16 Jahren – durchgeführten Repräsentativbefragung orientieren sich thematisch an den nachfolgenden Punkten: 

  • Bedeutung einer Branche (darunter Bauwirtschaft)
  • BB Einschätzung zur wirtschaftlichen Lage der Bauunternehmen
  • BB Bewertung der Infrastruktur (Verkehr, Energie, Bildung, Digitalisierung, Gesundheitssystem)
  • BB Wohnungsbau und Wohnungsnot
  • BB politische Agenda

Die Umfrage zeigt sehr anschaulich, dass die Bürger in Deutschland die Investitionsbedarfe beim Wohnungsbau und der Infrastruktur besonders deutlich erkennen. Sie ordnen dementsprechend auch die Bedeutung der Bauwirtschaft bei der Bewältigung dieser Herausforderungen ein. Handwerk und Bauwirtschaft mit einem Ranking auf Platz zwei und drei, vor dem Maschinenbau, will in Deutschland etwas heißen. Zumal es in der Bauwirtschaft seit 2009 eigentlich kontinuierlich (eine Ausnahme in 2013) zu deutlichen Bedeutungsgewinnen gekommen ist.

Die „Agenda der Bevölkerung“ macht zudem deutlich, was auch auf der politischen Agenda stehen muss: vornehmlich der preiswerte Wohnungsbau und die Sanierung sozialer Einrichtungen. Die Renovierung von Schulen führt dieses Tableau an.

Auch wenn die Bevölkerung den Zustand der Infrastruktur – vornehmlich der Verkehrsinfrastruktur – beklagt, folgt die Sanierung von Brücken, Schienen und Straßen erst auf den der sozialen Infrastruktur (Sanierung Schulen, Pflegeheime, Kitas) folgenden Plätzen.

Die Umfrage macht auch einmal mehr deutlich, drei Viertel der Deutschen würden gern im Wohneigentum leben. Um das Wohnungsproblem in den Griff zu bekommen, wird gleichwohl eher auf den Sozialen Wohnungsbau und Mietpreisbremsen gesetzt als auf steuerliche Förderungen oder seriellen Wohnungsbau.

Die 54-seitige Studie steht allen interessierten Lesern zur Verfügung und ist im Downloadcenter des BVN
unter: www.bvn.de > DOWNLOADCENTER > Betriebswirtschaft & Unternehmensführung zu finden.

 

 

Registrierte Mitglieder erhalten Zugriff auf detaillierte Informationen und Dokumente.

Eingeloggt bleiben

Als registriertes Mitglied des BVN stehen Ihnen weitere Informationen und Downloads zur Verfügung.